• Benno Stäheli

Auf die Zubereitung kommt es an

Aktualisiert: 10. Aug 2019


Wie ein Kaffee schmeckt, hängt neben Anbau und Röstung primär von der Zubereitung ab. Einerseits hat die Maschine einen Einfluss - der selbe Kaffee mit einer Espressomaschine zubereitet schmeckt anders, als wenn das mit einer French Press geschieht. Andererseits spielen aber der Mahlgrad, die Wassertemperatur, das Wasser selbst und dann natürlich das Verhältnis von Wasser zu Kaffeepulver die entscheidende Rolle. Je nach Einstellung wird der Kaffee zu dünn, zu bitter, zu stark oder wie gewünscht für dich persönlich perfekt.


Hier ein paar Tipps von uns, wenn du deinen Kaffee mit einer Espressomaschine zubereitest, so wie wir dies auf unserem Piaggio auch tun:


Entscheidend ist erst mal die richtige Einstellung des Mahlwerkes. Maschinen mit Scheibenmahlwerk, da diese präziser und gleichmässiger mahlen. Auf die Menge kommt es an. Wir verwenden für einen doppelten Espresso 16 - 18 g frisch gemahlenes Kaffeepulver oder 7 - 9 g pro Portion. Den Mahlgrad stellen wir so ein, dass der Kaffee ab dem Moment, in dem wir die Zubereitung starten, rund 25 Sekunden braucht, bis mit rund 10 bar Brühdruck 30 ml durch den Siebträger geflossen sind. Wenn er zu schnell oder zu langsam durchläuft, solltest du den Mahlgrad anpassen.


Tampen (oder Andrücken) wäre der nächste Schritt, nachdem das Kaffeepulver den Siebträger schön füllt. Streiche einmal noch mit dem Finger darüber, damit eine gerade Oberfläche entsteht. Mit dem Tamper solltest du nun 15 - 20 kg Druck auf den Siebträger ausüben - oder wie wir einen Tamper verwenden, der auf den Druck eingestellt werden kann. Es ist wichtig, dass eine feste und glatte Oberfläche entsteht.


Siebträger einsetzen und zusehen, wie dein herrlicher Espresso bei rund 93 Grad C Wassertemperatur durchläuft. Reinige die Siebträger immer mit einem entsprechenden Tuch, denn während der Extraktion setzt Kaffee Öle frei, die den Geschmack des nächsten Espressos negativ beeinflussen können. Trockne den Siebträger immer gut ab. Spüle den Brühkopf sowie den Siebträger regelmässig mit heissem Wasser.


Grundsätzlich gilt, dass kalkhaltiges Wasser den Kaffee schnell bitter macht und er so abgestanden schmeckt. Auch ein zu niedriger Härtegrad ist nicht optimal, da weiches Wasser die Aromen des Kaffees unterdrückt – selbst bei besonders guten Mischungen. Wir verwenden deshalb ausgewogenes Mineralwasser einer natürlichen Quelle. Ideal zur Zubereitung von Kaffee ist Wasser mit einem pH-Wert von 7,0 und einer Gesamthärte von ca. 4 – 8°d. Den pH-Wert von weichem Wasser kannst du mit Hilfe eines Mineralgranulates härter machen. Es empfiehlt sich, zuhause den Härtegrad des Wassers zu prüfen und bei Bedarf mit einem Tischfilter zu arbeiten, um ein besseres Ergebnis zu erhalten.


Kaffee reagiert empfindlich auf Temperaturveränderung. Bei einer kleinen Menge, wie zum Bespiel einem Espresso, gilt das ganz besonders. Daher empfiehlt es sich, die Tassen immer vorzuwärmen.

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